Wirtshaus Taglaching

Oberdorf 2

85567 Bruck/Taglaching

 

Tel.: 08092 - 336138

Öffnungszeiten:  Donnerstag ab 17:00, Freitag und Samstag ab 12:00 . Jeweils bis Mitternacht. Sonntags geschlossen. 

Wenn Ihr etwas feiern wollt, öffnen wir nach Absprache gerne am Sonntag für Euch. 

 

 

 

 

 Seit Anfang Mai haben wir neue Bilder in der Wirtschaft hängen:

Ukiyo - e 

New York, Boston, Tokio, Taglaching - was unser kleines Dorf gerade mit diesen Städten verbindet, sind Ukiyo-e, japanische Holzdrucke, die in den erstgenannten Orten in Museen und bei uns in der Wirtsstube hängen.



(Herr Katayama hat hier freundlicherweise „Ukiyo-e“                                                     in japanischen Schriftzeichen für uns aufgeschrieben )

 

 

 

 

 

 

 

Akira Katayama, langjähriger Gast unseres Wirtshauses, hat uns einige seiner Ukiyo-e zur Verfügung gestellt, um der Gaststube wieder einmal ein völlig anderes Ambiente zu geben, diesmal so fernöstlich wie möglich.  

Im ausgehenden 17. Jahrhundert fand in der japanischen Kunstwelt ein großer Umbruch statt, „eine Revolution von unten“ nennt Herr Katayama was damals geschah: war Kunst bis dahin im feudalen Japan nur der Oberschicht zugänglich, wurde sie nun, durch die Kunst des Holzdruckes auch für das Bürgertum erschwinglich. Zwar waren diese Bilder immer noch einer Zensur unterworfen, sie durften weder politisch noch zu erotisch sein (auf vielen der Drucke ist noch das Siegel des Zensors zu sehen), aber erstmals konnte die Bevölkerung Kunst kaufen, sammeln, aufhängen. „Ganz normale Menschen begannen Kunst zu genießen“, begeistert sich Herr Katayama, der selbst seit 30 Jahren diese Holzdrucke sammelt. Er vergleicht das mit der europäischen Renaissance, den Aufbruch aus dem Mittelalter in die Neuzeit.  

Die Motive entspringen dem bürgerlichen Alltag, seinen Schwärmereien und Fantasien: schöne Frauen sind ein beliebtes Motiv, berühmte Schauspieler, idyllische Landschaften. (Die eine Prostituierte, die bei uns hängt, scheint durch die Zensur geschlüpft zu sein). Wörtlich übersetzt bedeutet Ukiyo-e „Bilder der fließenden Welt“, also der sichtbaren, diesseitigen Welt, im Gegensatz zur jenseitigen.  

Zur Herstellung eines Ukiyo-e brauchte es drei verschiedene Künstler: den Maler der Vorlagen, den Schnitzer und den Drucker. Signiert wurden sie nur vom Maler, Schnitzer und Drucker galten eher als Handwerker.

Viele Jahre lang verbrachten die Ukioy-e nun als eine Art Volkskunst nur in Japan, bis europäische Kaufleute sie immer öfter mit nach Hause brachten, und in Europa und den USA langsam ein Markt für sie entstand. Mit der Weltausstellung in Paris 1867, auf der viele japanische Holzschnitte gezeigt wurden, wurden sie jedoch schlagartig im Westen populär.  

Europäische Maler des 19. Jahrhunderts ließen sich von dieser „neuen“ Kunstgattung inspirieren, Claude Monet etwa, auch Édouard Manet.

Vincent van Gogh begann sogar Ukiyo-e zu sammeln. Der Einfluß der japanischen Holzschnitte auf van Goghs Arbeit ist selbst in unserer kleinen Taglachinger Ausstellung zu sehen: wer die Darstellung des Fischers am Fluß genau betrachtet, könnte glauben, die zart gestrichelten Wellen seien von van Gogh persönlich. Es ist ein bezaubernder Überraschungsmoment, in dieser - auf den ersten Blick - fremdartigen Kunst die Handschrift eines der bekanntesten europäischen Maler zu entdecken: das Vertraute im Fremden.  

Wir bedanken uns bei Akira Katayama für die Leihgaben, für den Einblick in eine selten gesehene Kunstrichtung und für seine geduldigen Erklärungen. In erster Linie wolle er das Interesse an japanischer Kunst wecken, sagt er. Aber da er seine Sammlung verkleinern möchte, sind die bei uns hängenden Drucke auch zu verkaufen.

 

Suzanne Viktor

 

   

 Der Kampf gegen das geplante Gewerbegebiet in Taglaching geht 2018 ins 4.Jahr und in die entscheidende Phase.

 

Wahrscheinlich kann nur noch eine erfolgreiche Klage beim Verwaltungsgericht die erwartete Baugenehmigung für dieses Jahr verhindern. Der finanzielle Aufwand ist erheblich und deshalb sind wir nach wie vor auf Spenden angewiesen. Details wie es weiter geht und wie Ihr helfen/unterstützen könnt, erhaltet ihr im Wirtshaus.

Hier findet Ihr Informationen der letzten Zeit über das geplante Taglachinger Gewerbegebiet:

 

Am 29.05.2017 hat der BR in seiner "Unkraut" Sendung einen sehr sehenswerten Bericht über das neue geplante Gewerbegebiet im Taglachinger Tal gesendet. Hier der link mit dem entsprechenden Podcast und einigen zusätzlichen Informationen:

http://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/unkraut/themen-nach-rubriken/energie-umwelt/flaechenfrass-im-taglachinger-tal100.html 

 

In der Süddeutschen Zeitung vom 3.April 2017 findet ihr einen ausführlichen Artikel über den Besuch des Grünen Landtagsabgeordneten Christian Magerl in Taglaching, der gut den aktuellen Planungsstand des Gewerbegebietes beschreibt.
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/bruck-klage-gegen-gewerbegebiet-1.3446867

 

Die Schutzgemeinschaft Taglachinger Tal  eV  hat als letzte Aktion  alle Haushalte mit einem Flyer über  den geplanten Flächennutzungsplan für die Gemeinde Bruck informiert. Mitglieder und Unterstützer sind nach wie vor sehr willkommen. Anmeldung oder Spenden sind online oder in der Wirtschaft möglich.

 

 

 

   

 In einer Fotomontage sieht man was entsteht, wenn  das von Bürgermeister und Gemeinderat geplante  "Gewerbegebiert Taglaching-Süd" kommt. 

So wird es aussehen, jeder kann in anderen Gemeinden sehen wie Gewerbegebiete Landschaften zerstören und was sie aus einst idyllischen Gemeinden machen-

                             null                               Ein Video vom Künstlerfest 2015 in Taglaching gibt es unter:

https://www.youtube.com/watch?v=YH1jiceQXZ8

 

 

 

 

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